Berichtspflicht für Unternehmen

Der Impuls kam aus Brüssel: Die EU-Richtlinie 2014/95/EU verpflichtet zur Berichterstattung über sogenannte nicht finanzielle Informationen. Seit April 2017 ist sie nun in deutsches Gesetz gegossen. Mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz erfolgt in der Bundesrepublik damit erstmals eine Regulierung der Berichterstattung über bestimmte Nachhaltigkeitsthemen. Was bisher als Kür galt, wird zur Pflicht. Die Berichterstattungspflicht gilt für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2016 begonnen haben. Das „Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten“ betrifft kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme über 20 Mio. Euro beziehungsweise Umsatzerlösen über 40 Mio. Euro. Gleiches gilt für Kreditinstitute, Versicherungen, haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften und Genossenschaften.

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz
(Screenshot zeigt Auszug)

Investors‘ Darling 2017

„Merck erkämpft klaren Sieg“ – so lautete das Ergebnis des Wettbewerbs Investors‘ Darling 2017 in Kurzform. Den Titel vergeben das manager magazin und die HHL Leipzig Graduate School of Management jedes Jahr. Die Finanzkommunikation des Pharmakonzerns Merck verdiene höchstes Lob, befand die Jury. Relevante Informationen transparent dargestellt und dennoch Inkonsistenten vermieden: Der Merck KGaA gelang das überdurchschnittlich gut. Schade, dass ich „nur“ am Merck-Corporate-Reponsibility-Bericht beteiligt war (siehe Referenzen).

Geschäftsbericht